Aktuelle Veranstaltungen und Fortbildungen des Landesverbandes

 

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Der angegebene Unkostenbeitrag ist vor Ort in bar zu entrichten.

1. Familienbildung 16.01.2018 in Sömmerda, 9.00 – 14.00 Uhr

 

 

 

Thema: „Wenn Kinder Zeit brauchen, bis der Platz in der Kindergemeinschaft speziell in der Schule gefunden ist“   

 

            

 

          danach: Sonderpäd. Sprechstunde 14.30 – 16.00 Uhr

 

 

 

Veranstaltungsort: Sömmerda

 

 

 

Referent: Elke Maroldt, stellv. Vorsitzende

 

 

 

Inhalt:

 

 

Kinder mit Besonderheiten kommen in die Schule und gehen dabei einen weiteren Schritt in die Welt.

 

 

 

Schule ist für Kinder die erste zukunftsentscheidende Ernstsituation.

 

Warum tun sich die meisten unserer Pflege- und Adoptivkinder in der Schule so schwer?

 

Wie können wir diese Kinder für die Anforderungen des Schulalltags so ausrüsten, damit Schule gelingen kann?

 

Und: ist der Start in die Schule nicht für jedes Kind, jede Familie eine große und mit Schwierigkeiten behaftete Herausforderung?

 

Warum gilt für „unsere“ Kinder etwas anderes?

 

 

 

Unsere Kinder und Jugendlichen haben unterschiedliche Diagnosen wie beispielsweise Wahrnehmungs-und Bindungsstörung, AD(H)S, Konzentrationsprobleme, Lese-Rechtschreib-Schwäche, Legasthenie, Dyskalkulie (Rechenschwäche), mangelnde Lernmotivation, Schulverweigerung oder Verhaltensauffälligkeiten.

 

Kinder, die in ihren frühesten Jahren Gewalt, Übergriffe oder Vernachlässigungen erlebt haben, sind extrem empfänglich für Umgebungsreize. Besonders unerwartete, laute oder ängstigende Geräusche, Bilder, Worte oder Bewegungen verunsichern sie, ihre Konzentration wird schneller abgelenkt oder sie gehen dadurch manchmal auf Konfrontation. Auch haben diese Kinder gelernt, sehr aufmerksam zu sein, um mitzukriegen, wie die aktuelle Stimmung ist, damit sie sich unter Umständen rechtzeitig in Sicherheit bringen können. Sie haben also gelernt, keine Warnsignale zu übersehen.

 

 

 

Viele Kinder haben sich aufgrund der frühen existentiellen Noterfahrung noch nicht tief genug in die Geborgenheit der neuen Familie eingebunden.

 

Sie leiden noch unter den Folgen früher Bedrohung oder früher Verlassenheitserfahrung.

 

Angst und innere Unruhe lassen sie nicht zur Konzentration finden, vielfach provozieren sie. Innere Unsicherheit und Angst vor der Klassengemeinschaft machen Verhaltensmuster von Aggressivität oder Rückzug und Flucht.

 

 

 

Nicht nur die aufnehmenden Familien benötigen hier Hilfe und Fortbildung, sondern auch Fachkräfte in den Schulen, Kindergärten und Vereinen um mit diesen Besonderheiten umgehen zu lernen.  

 

 

 

Die Erfahrungen aus den vergangenen Jahren haben gezeigt, dass dies ein „Dauerthema“ ist und immer neue Erfahrungen besprochen werden und immer neue Erkenntnisse aus der Forschung in die Referate eingebracht werden.

 

 

 

 

Zielgruppe: 

Pflege- und Adoptivfamilien,  unmittelbare Angehörige der Pflege- und Adoptionsfamilien, alle am Thema Interessierte

 

 

 

 

 

 

 

 

2. Familienbildung 28.02.2018, Mühlhausen 19.30 – 22.00 Uhr

 

 

 

Thema : „Alltag in der Pflegefamilie – Leben mit Beeinträchtigung entstanden durch Vernachlässigung und Gewalterfahrungen“

 

 

 

Veranstaltungsort: Mühlhausen, ASB - Beratungsstelle

 

 

 

Referent: Vera Schade, Vorsitzende und Elke Maroldt, stellv. Vorsitzende des LV

 

 

 

 

 

Inhalt: 

 

 

Wir alle werden durch das, was in unseren Genen liegt und was wir auf unserem Lebensweg erfahren haben, zu dem Menschen, der wir sind.

 

So haben manche einen starken Kern, die ihn viel ertragen lassen und andere Menschen zerbrechen schnell und können nicht so viele Differenzen ertragen.

 

Natürlich geht es den Pflegekindern genauso.

 

 

 

Die Erfahrungen und die Erlebnisse der Vergangenheit beeinflussen das Befinden und die Entwicklung der uns anvertrauten Kinder. Sie haben erfahren müssen, dass die Welt nicht verlässlich ist und das das Leben ganz schnell bedroht sein kann.

 

 

 

Daher sind viele Kinder erstarrt, sprachlos oder sie verhalten sich aggressiv und irrational. Pflegekinder sind Kinder mit Bindungs- und Beziehungsstörungen. Sie kennen den Überlebenskampf, sie mussten ihn lernt. Oft schon im Mutterleib mit der späteren Diagnose FAS.

 

 

 

Diese Palette der Erfahrungen bringen die Kinder mit in unsere Familie.

 

Können sie sich in die neue Familie integrieren?

 

Können wir damit umgehen, können wir ständig verzeihen?

 

Können wir uns ständig ins Gedächtnis rufen, was sie erlebt haben und deshalb so reagieren, wie wir reagieren müssten?

 

Warum stehlen sie, warum kämpfen sie weiter, warum können sie ihre Geborgenheit nicht immer genießen?

 

Kann ich das meinen leiblichen Kindern zumuten? Leiden sie, wenn ich verzweifle?

 

 

 

Das sind Fragen, die eine Familie im ständigen Alltagsgeschehen, sehr belasten können. Aber vor allem spielen Ärztliche Diagnosen wie z.B. Entwicklungsverzögerung, seelische Behinderung, Essstörungen aber auch FAS eine wichtige Rolle in der Alltagsbewältigung.

 

 

 

Jeder Familie muss für sich entscheiden, wie viele Belastungen sie aushalten können und sie muss rechtzeitig spüren, wann die Beziehung kippt und Verärgerung, Frust oder Trauer die Familie beherrscht.

 

Es muss dabei auf alle Familienmitglieder geschaut werden, insbesondere auf Pflegegeschwister.

 

Was kann eine Pflegefamilie aushalten, wo sind die Grenzen?

 

                 Was macht es mit meiner Partnerschaft? 

 

                 Leiden bzw. verstehen meine leiblichen Kinder?

 

 

 

Damit die Familie erhalten bleibt und so wenig wie möglich Abbrüche von Pflegeverhältnissen erfolgen, wollen wir Familien mit positiven Erfahrungen stützen und durch Aufzeigen von Regeln und Normen, den Druck nehmen.  Es sollen Hilfsangebote aufgezeigt werden, bei denen Pflegefamilien Rat suchen können.

 

 

 

Durch Auslegen von Fachliteratur und Jahrbücher, kann sich jeder Teilnehmer informieren und diese Literatur bestellen.

 

 

 

Zielgruppe: 

Pflege- und Adoptivfamilien,  unmittelbare Angehörige der Pflege- und Adoptionsfamilien, alle am Thema Interessierte

 

 

 

 

 

 

 

 

 

3. Familienbildung 23.03.2018, Sömmerda 9.00 – 14.00 Uhr

 

 

Thema: „Umgangskontakte“

 

 

 

        Danach: Sonderpäd. Sprechstunde 14.30 – 16.00 Uhr

 

 

 

Veranstaltungsort: Sömmerda

 

 

 

Referent: Prof. Dr. Huber, selbst Pflege- und Adoptivvater, Pflegeelternschule Baden – Württemberg, Fachreferent des LV

 

 

 

 

 

Inhalt:

 

 

 

Das Thema Besuchskontakte bzw. Umgangskontakte wird sehr kontrovers diskutiert und stellt aus unterschiedlichen Gründen ein großes Konfliktfeld dar. Da jedes Kind unterschiedlich auf Besuchskontakte reagiert, muss die Umgangsregelung von Fall zu Fall individuell gestaltet werden.

 

 

 

In der Gratwanderung der Umgangsregelung wird eine große Möglichkeit und Hilfe in der Begleitung der Besuchskontakte gesehen. Einerseits werden solche Besuchskontaktbegleitungen von Gerichten angeordnet (§ 1684 Abs. 4), andererseits veranlasst auch das Jugendamt direkt eine Begleitung der Kontakte.

 

 

 

Kontakte ohne Begleitung müssen sehr gut vorbereitet und auch für die leiblichen Eltern nachbereitet werden. Bei dieser Form der Besuchskontakte sind klare Verhältnisse zwischen leiblichen Eltern und Pflegeeltern / Adoptiveltern unbedingt erforderlich, um das Kindeswohl nicht zu beeinträchtigen. Aber die Gefühle der leiblichen Eltern können nicht durch die Pflegeeltern aufgefangen werden. Hier muss professionelle Hilfe erfolgen. 

 

 

 

Sollte ein Kind/ Jugendlicher Besuche völlig ablehnen oder Kontakte aus anderen Gründen nicht möglich sein, kann man sie auch zwischen den Erwachsenen durch Schriftverkehr in Form von Briefe, Fotos oder Postkarten oder in Ausnahmen durch das aktuellen Medium „WhatsApp“ halten.

 

 

 

Die Besuchskontakte auf Erwachsenenebene werden dann durchgeführt, wenn Spannungen aufgetreten sind oder das Kind keine persönlichen Besuche möchte. Hier treffen sich leibliche Eltern, Pflegeeltern zu Gesprächen im Jugendamt oder in einer Familienberatungsstelle, um erst einmal die angespannte Situation zu entlasten.

 

 

 

Bei allen Möglichkeiten der Kontaktgestaltung steht immer das Kindeswohl im Fokus und vor allem muss unbedingt das Alter des Kindes bei der Gestaltung berücksichtigt werden. Hier ist die Arbeit der Jugendämter mit den leiblichen Familien eine sehr große Säule.

 

 

 

In dieser Familienbildung sollen Möglichkeiten des Besuchs -Kontaktaufbaus und der Kontaktform, je nach Alter des Kindes, referiert werden.

 

Erlebnisberichte werden einen Einblick in die Praxis geben. Es wird durch die Beleuchtung der rechtlichen Seite den Pflegeeltern eine Sicherheit an die Hand geben.

 

Durch Anbieten verschiedener Arbeitsgruppen können die Teilnehmer sich intensiv mit den verschiedenen Themen beschäftigen.

 

Ist es wirklich so, wie manche Jugendämter meinen, dass Pflegeeltern den Umgang von vorn herein skeptisch sehen?

 

Gibt es Gemeinsamkeiten der Gefühle bei leiblichen Eltern, Kindern und Pflegeeltern z.B. Angst oder Unwohlsein vor dem ersten Treffen?

 

 

 

Am Ende der Veranstaltung werden die Ergebnisse zusammengetragen.

 

 

 

 

 

Zielgruppe: 

Pflege- und Adoptivfamilien,  unmittelbare Angehörige der Pflege- und Adoptionsfamilien, alle am Thema Interessierte

 

 

 

 

 

 

4. Familienbildung 24.03.2018, Meiningen 10.00 – 16.00 Uhr

 

 

 

Thema: Der schwierige Weg ins Erwachsenenalter insbesondere bei Jugendlichen mit seelischer und körperlicher Beeinträchtigung“

 

 

 

Veranstaltungsort: Maxx In, Kinder- und Familienzentrum

 

 

 

Referent:  Prof. Dr. Huber, selbst Pflege- und Adoptivvater, Pflegeelternschule  Baden – Württemberg, Fachreferent des LV

 

 

 

 

 

Inhalt:

 

 

 

Kleine Kinder brauchen ein Höchstmaß an Ruhe, Dauerhaftigkeit und Konfliktfreiheit im Nest der Pflege- und Adoptivfamilie.

 

 

 

Schulkinder wagen unter Führung des Erwachsenen Schritte im Lernen und Erleben außerhalb der Familiengemeinschaft.

Ab der Pubertät bis ins Erwachsenenalter stellen sich die Entwicklungssituation und entsprechend die pädagogische Begleitung völlig anders dar -

 

„Wie finde ich meinen eigenen Weg ins Leben, wo finde ich die Orientierung?“

 

Es ist die Zeit der Entscheidungen, des Ausprobierens, der neuen Erfahrungen; die Zeit der Irrwege, des Lernens über Versuch und Irrtum und des Immer-Wieder-Beginnens.

 

Unterstützung der Pflege- und Adoptiveltern, die immer absolut wichtig ist, ist das Mut machen, das Gespräch über den jeweiligen Scherbenhaufen, über Versagensängste und über das Wiederanfangen. Dranbleiben, ist für uns das wichtigste

 

Kommunikationsmittel in dieser schweren Lebensphase.

 

Die Irrwege, oft wiederholt mit immer gleichem unbefriedigendem Ergebnis, eröffnen schließlich doch einen Ausweg aus dem Labyrinth.

 

 

 

Diese Altersphasen, mit den jeweiligen Problemen zu bewältigen, ist schon eine kräftezehrende Zeit für unsere Kinder aber wenn hier noch seelische und/oder körperliche Beeinträchtigung dazu kommt, ist meistens Hilfe erforderlich.

 

Hilfe für die Kinder/ Jugendlichen aber auch für uns als Pflege- und Adfoptiveltern.

 

 

 

Einige unserer Kinder haben traumatische Dinge erlebt und erfahren, die sie auch immer noch gegenwärtig massiv beeinflussen. So können sie nicht einschlafen, haben Angstzustände oder körperliche Beschwerden. Lernen fürs Leben aber ist dann am effektivsten, wenn es in einem entspannten Zustand stattfinden kann. Doch gerade Entspannung fällt vielen dieser Kinder sehr schwer!

 

 

 

Das Denken muss schrittweise in Gang kommen. Wollen und Tun sollen in Einklang kommen – ein langer, langer Weg – wobei es gilt, den Mut nicht zu verlieren. Dies gilt vor allem für die, die den jungen Menschen begleitenden.

 

Ein verlässlicher Ort, die Pflege-und Adoptivfamilie, ist immer wieder ein Zufluchtsort bei Misserfolgen, Traurigkeit, Überforderung. 

 

 

 

Diese Veranstaltung soll allen Pflege- und Adoptivfamilien Hilfestellung geben. Es soll deutlich machen, dass unsere Kinder wesentlich länger für das Erwachsenwerden brauchen und dass sie keinen Mut verlieren, wenn sich wieder massive Umwege ergeben.

 

 

 

Der Bericht schon erwachsener Pflegekinder soll helfen zu verstehen und die Sinne für diese Umwege zu schärfen, um Abbrüche der Pflegeverhältnisse aber auch schwere Konflikte in der Adoptivfamilie zu vermeiden bzw. einzudämmen.

 

 

 

 

 

Zielgruppe: 

Pflege- und Adoptivfamilien,  unmittelbare Angehörige der Pflege- und Adoptionsfamilien, alle am Thema Interessierte

 

 

 

 

 

5. Familienbildung 27.04.2018, Sömmerda 9.00 Uhr – 14.00 Uhr

 

                                  

 

Thema: Verwandtenpflege – Loyalitätskonflikte??!!   Teil II

 

 

 

         Danach: sonderpäd. Sprechstunde 14.30 Uhr – 16.00 Uhr

 

 

 

Veranstaltungsort:  Sömmerda

 

 

 

Referent:  Prof. Dr. Huber, selbst Pflege- und Adoptivvater, Pflegeelternschule Baden – Württemberg, Fachreferent des LV

 

 

 

 

 

Inhalt:

 

Diese Familienbildung wird eine Fortsetzung der Fortbildung vom 31.08.2017 sein.

 

 

 

Wir haben bemerkt, dass es eine große Nachfrage gab aber sich dann doch nicht so viele Teilnehmer „getraut“ haben zu kommen und in einer Familienbildung ihre Fragen zu stellen.

 

Vor und nach der Veranstaltung kamen viele Fragen und Anrufe zur Beratung.

 

Wir hoffen, wir können bis zur Familienbildung die Hürde der Öffnung nehmen und die Scheu vertreiben.

 

 

 

Verwandtenpflege eine Form der Pflegefamilie, mit einem hoch emotionalen Hintergrund.

 

 

 

Wenn Eltern ihr Kind nicht mehr versorgen können, springen oft die nahen Verwandten ein.

 

Dann sind Sie nicht mehr nur Oma, Opa, Onkel oder Tante, sondern auch Mutter- oder Vaterersatz.

 

Sie sind für das Kind da.

 

Oft wenden sich aber auch die Eltern der Kinder an sie, mit ihren Problemen und ihren Nöten oder auch mit ihrem Ärger und ihrer Wut.

 

Schwelende Konflikte beider Seiten, stehen häufig jahrelang im Raum.

 

 

 

Diesen Schmerz auszuhalten, dass meine Tochter oder mein Sohn, meine Nichte oder mein Neffe, durch Überforderung, Alkohol- oder Drogenmissbrauch u.ä. nicht in der Lage ist, die Enkel - Kinder zu erziehen und zu versorgen, ist eine kräftezehrende Aufgabe.

 

 

 

Nicht nur die Auseinandersetzungen sondern auch die quälenden Fragen - Warum ? Was habe ich selber falsch gemacht ? stehen im Raum.

 

 

 

Diese Situation mit einem gewissen Abstand zu betrachten und eine neutrale Rolle als Pflegefamilie, im herkömmlichen Sinn, einzunehmen, ist hier fast unmöglich muss aber Schritt für Schritt erlernt werden. Nur dann sitzt das Kind nicht zwischen den Stühlen und kann sich auf die neue Situation einlassen. 

 

 

 

Mit dieser doppelten Rolle zurechtzukommen, ist nicht immer einfach.

 

Die emotionale Bindung zu den leiblichen Eltern ist hier ja doch eine andere Ausgangssituation, als bei einer herkömmlichen Pflegefamilie.

 

 

 

Bei einer herkömmlichen Pflegefamilie, treffen sich „Fremde“ , bei der Verwandtenpflege hat man gemeinsame Erlebnisse, eine gemeinsame Biografie oft auch Differenzen.

 

 

 

In dem Seminar möchten wir helfen, diese Konstellation besser zu verstehen.

 

 

 

Es wird um folgende Themen gehen:

 

 

 

- Welche Rechte und Pflichten haben verwandte Pflegeeltern?

 

- Was können Sie tun, damit Sie nicht allein für alles zuständig sind?

 

- Wie finden Sie Ihre Rolle?

 

- Was brauchen die Eltern und wer kann es ihnen geben, damit Sie sich in Ruhe um das Kind 

 

  kümmern können?

 

- Ist es sinnvoll in einer konfliktreichen Wechselbeziehung die Vormundschaft zu beantragen?

 

 

 

Bevor ich mich entschließe meine Enkel oder verwandte Kinder aufzunehmen muss ich mir unbedingt, mit professioneller Hilfe, Gedanken machen, ob die Nähe, der Schmerz und die Differenzen aushaltbar sind oder ob eine Unterbringung in einer herkömmlichen Pflegefamilie nicht sinnvoller ist und ich kann Oma und Opa oder Tante und Onkel bleiben.

 

 

 

Was sind hier die Eckpunkte und wer hilft mir, wenn ich den Entschluss getroffen habe, in diese andere Rolle zu gehen?

 

 

 

Muss ich loslassen um mich in Ruhe um das Kind zu kümmern oder stehe ich zwischen allen Stühlen?

 

Kommt mein Kind mit der Situation – Ich lebe bei Oma und Opa/ Tante und Onkel klar?

 

Hat es Fragen?

 

 

 

 

 

Erlebnisberichte werden hier zum besseren Verstehen und zum Umgang mit diesem sensiblen Thema in der Praxis beitragen.

 

 

 

Bei dieser Familienbildung ist auch eine Arbeitsgruppenbildung geplant um verschiedene Fragegebiete abzudecken.

 

Eine Auswertung dieser Gruppen ist geplant und wird hoffentlich zeitlich gelingen. 

 

 

 

Zielgruppe: 

Pflege- und Adoptivfamilien,  unmittelbare Angehörige der Pflege- und Adoptionsfamilien, alle am Thema Interessierte

 

 

  

 

6. Familienbildung 28.04.2018, Sömmerda 10.00 – 16.00 Uhr

 

                                           

 

Thema:  Eskalationen im Alltag, Vorbeugung und Bewältigung

 

 

 

Veranstaltungsort:  Sömmerda

 

 

 

Referent:  Prof. Dr. Huber, selbst Pflege- und Adoptivvater, Pflegeelternschule  Baden – Württemberg, Fachreferent des LV

 

 

 

 

 

Inhalt:

 

 

Diese Familienbildung wird eine Folgeveranstaltung vom 03.11.2017 sein.

 

 

 

Dieses Thema ist so weitreichend, dass eine 2. Veranstaltung von vornherein ins Auge gefasst wurde.

 

 

 

Der Aufbau des Referates wird eine kurze Zusammenfassung der 1. Veranstaltung haben und dann darauf aufbauen.

 

 

 

Übertragungen, Aggression, Dissoziation, Überangepasstheit, regredierendes Verhalten

 

 

 

 

 

Das sind Schlagworte die alle Pflegefamilien kennen und im Alltag erleben.

 

 

 

Es gehört zu den Symptomen schwerst Traumatisierten, dass sie bestimmte Ereignisse nicht mehr einordnen können und sich falsch erinnern. Die posttraumatische Belastungsstörung lässt Ereignisse durcheinander geraten.

 

Es ist schwer, die Folgen einzuordnen.

 

 

 

Ein ganz lockeres, freundliches Gespräch kann zur plötzlichen Eskalation führen.

 

Ratlosigkeit, Betroffenheit, manchmal Trauer und Frust bleibt als bitterer Beigeschmack.

 

 

 

Wie kann ich solche Übertragungen vermeiden? Kann ich sie überhaupt vermeiden?

 

Wie kann ich frühzeitig die Anzeichen erkennen und wie deute ich Mimik und Gestik?

 

 

 

In dieser Familienbildung wir erklärt, warum Kinder mit traumatischen Erlebnissen, in unserer Familie solche Verhaltensauffälligkeiten zeigen und warum sie „nicht anders können“.

 

 

 

Stehlen, nicht Achten von Werten und ständiges Kaputtmachen – was geht in den Kindern vor und warum können sie es nicht oder kaum aushalten, bis sie wieder einen neuen Wunsch erfüllt bekommen, obwohl das letzte Geschenk nicht lange her ist – vielleicht auch erst am Vortag war?

 

 

 

Oft hört man den Satz: „Das Taschengeld brennt ein Loch in die Hose, darum muss es sofort ausgegeben werden.“

 

Hier geht es um das Verstehen der sofortigen Bedürfnisregulierung.

 

 

 

Vernachlässigte Kinder können schwer verstehen, auch schwer nachvollziehen und besonders schwer glauben, dass der Kühlschrank morgen auch voll ist und die regelmäßigen Mahlzeiten abgesichert werden. 

 

 

 

Misshandelte Kinder erlebten nicht selten Geschenke zur „Wiedergutmachung“ und fordern daher die Eskalation in der Pflegefamilie zur materiellen Befriedigung der eigenen Bedürfnisse.

 

Du hast mich angeschrien….. bestraft…..jetzt schenke mir……sonst nehme ich dir übel….. 

 

 

 

Um all diese Auffälligkeiten zu verstehen und auch ertragen zu können, wird der Referent praktische Beispiele darstellen und die Teilnehmer werden u.a. in Rollenspielen nach Lösungsansätzen suchen.

 

 

 

 

 

Es werden praktische Tipps, Rituale und Alltagsregeln vorgestellt, die sich im Alltagsleben bewähren. Durch diese Rituale und Regeln können die Kinder eine Sicherheit in ihrem Leben erlangen und dadurch die Ruhe für den Beziehungsaufbau bekommen.

 

 

 

Es gibt Ratschläge für das Spielen, gemeinsame Naturerlebnisse, gemeinsames Kochen und das Ritual des Essens.

 

 

 

 

 

Zielgruppe: 

Pflege- und Adoptivfamilien,  unmittelbare Angehörige der Pflege- und Adoptionsfamilien, alle am Thema Interessierte

 

 

 

 

 

 

 

 

 

7. Familienbildung 26.05.2018, Sömmerda 9.30 – 15.00 Uhr

 

 

 

Thema: Pflegefamilie – rechtlich absichern

 

 

Danach, ca. 15.00 – 16.00 Uhr: Mitgliederversammlung und Wahl des Vorstandes

 

 

 

Veranstaltungsort:  Sömmerda

 

 

 

Referent: Henrike Hopp Fachreferentin des LV und langjährige Fachfrau im  Pflegekinderwesen          

 

 

 

 

 

Inhalt

 

 

Dies Familienbildung steht ganz unter dem Thema, welche rechtliche Absicherung hat eine Pflegefamilie. Gibt es überhaupt eine rechtliche, verbindliche Absicherung?

 

Was darf ich, was ist Alltagssorge und wann muss ich den Vormund fragen?

 

 

 

In diesem Zusammenhang werden Punkte wie

 

Ø  Die Wichtigkeit des Hilfeplanes

 

Ø  Rahmenbedingungen des Pflegekinderwesens

 

Ø  Pflegekinder mit besonderen Bedarf

 

Ø  Wer ist Vormund und warum

 

Ø  Absicherung Rente- und Unfallzuschüsse

 

Ø  Absicherung Versicherung            u.v.m besprochen.

 

 

 

 

 

Wan wird ein Kind zum Pflegekind? Wie ist der Weg in eine Pflegefamilie?

 

 

 

Wird ein Kind in einer Pflegefamilie untergebracht, muss es einen sogenannten Hilfeplan geben. Dies schreibt der Paragraf 36 SGB VIII (bzw. KJHG) vor. In diesem Hilfeplan werden alle Vereinbarungen und Entwicklungen festgehalten, die die Unterbringung des Kindes betreffen. Der Hilfeplan soll regelmäßig in Zusammenarbeit mit allen Beteiligten fortgeschrieben werden. Es wird geschaut, was in der Vergangenheit erreicht werden konnte und welche Ziele in der Zukunft anstehen werden. Der Hilfeplan beschreibt auch die Bedingungen, unter denen eine Pflegefamilie ihren Auftrag erfüllt. Er beschreibt die Aufgaben der Herkunftsfamilie z.B. im Rahmen von Besuchskontakten und die Hilfe sonstiger Beteiligter ebenso wie die finanzielle Regelung. Hilfeplan ist ein wichtiges Arbeitsmittel um alle Beteiligten zu integrieren und Richtlinien bzw. Aufgabenbereiche zu schaffen.

 

 

 

Mindestens einmal jährlich muss es ein sogenanntes "Hilfeplan-Gespräch" mit den notwendigen Beteiligten geben. Dies sind die Personensorgeberechtigten, die Eltern, das ältere Kind oder der Jugendliche, die Pflegeeltern. Je nach Bedarf müssen auch andere für das Kind wichtige Personen hinzugezogen werden. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, einen Beistand zum Gespräch im Amt mitzunehmen.

 

 

 

Gegenseitige verbindliche Vereinbarungen, Absprachen und Rahmenbedingungen helfen allen Beteiligten den Alltag entspannter anzugehen. Sicherheit und gegenseitiges Vertrauen kann jeder Pflegefamilie das Gefühl der Anerkennung geben.

 

Den Teilnehmern der Familienbildung sollen Rechte und Pflichten im Alltagsleben mit den uns anvertrauten Kindern an Hand von Beispielen näher gebracht werden.

 

 

 

Einheitliche Rahmenbedingungen, an denen sich Pflegeeltern entlang hangeln könnten, gibt es leider in Thüringen nicht.

 

 

 

Was kann ich bestimmen, wenn ich nicht der Vormund bin? Möchte ich selbst Vormund für das Kind werden?

 

Wie und wann ist eine Namensänderung sinnvoll? Möchte mein Pflegekind mit der Namensänderung eine Zugehörigkeit in der Familie? Fühlt es sich dann sicherere oder gebundener?

 

 

 

Das Spektrum der Fragen und Themen dieser Familienbildung ist breit und wir werden versuchen die Grundfragen zu erörtern.

 

 

 

Sicherheit im Umgang mit rechtlichen Fragen ist eine Grundlage um im Alltag gut klar zu kommen und Unsicherheiten abzubauen bzw. Fehler zu vermeiden.

 

 

 

Wollen aber auch versuchen Antworten zu finden, für den endlich zu erweiternden und in allen Jugendämtern zur Verfügung stehenden Versicherungsschutz für Pflegefamilie und die Absicherung von Renten- und Unfallbeiträgen der Pflegeperson.

 

 

 

 

 

 

 

Zielgruppe: 

Pflege- und Adoptivfamilien,  unmittelbare Angehörige der Pflege- und Adoptionsfamilien, alle am Thema Interessierte

 

 

 

 

 

 

 

 8. Familienbildung 19.06.2018, Sömmerda  9.00 – 14.00 Uhr

 

 

 

Thema: „Über die Alltagsregeln in die Liebe wachsen, Rituale zur Sicherheit“

 

 

 

         Danach: Sonderpäd. Sprechstunde 14.30 – 16.00 Uhr

 

 

 

Veranstaltungsort: Sömmerda

 

 

 

Referent: Vera Schade, Vorsitzende des LV

 

 

 

 

 

Inhalt:

 

 

 

Rituale und Alltagsregeln als Helfer bei der Bewältigung des Alltages aber auch besonders bei Konfrontationen. Sie geben aber auch Sicherheit und Entspannung.

 

 

 

Kinder, die in unsere Familie kommen haben oft keine Regeln, keine Normen aber vor allem keine Regelmäßigkeit und Vertrauen kennen gelernt.                                                             Sie kommen als kleine „Überlebenskämpfer“ zu uns und wollen nach einer kurzen Kennenlernphase dieses „Überlebenskampf“ bei uns fortsetzten.

 

Die uns anvertrauten Kinder stehen im ständigen Konflikt.

 

                                                              

 

Sie suchen nach Geborgenheit mit der gleichzeitigen Inszenierung der Ablehnung. Pflegeeltern müssen das Bewusstsein entwickeln – WARUM ist mein Pflegekind jetzt gerade wütend? WARUM kann es gerade heute den Tagesablauf nicht bewältigen?

 

Manchmal erleben wir allerdings, dass trotz aller Bemühungen der Pflegeeltern und des Kindes selbst, es nur kleine Schritte des Kindes gibt. Sie als Pflegeeltern bieten dem Kind Ihre Mühen, Ihre Freude, Ihre immerwährenden Versuche, vielleicht sogar Ihre Liebe an und trotzdem erleben wir, dass manche Kinder dieses Angebot der Pflegeeltern nicht annehmen können. Sie sind und bleiben so in ihren vergangenen, traumatisierenden Erfahrungen gefangen, dass sie sich nicht „trauen“.

 

 

 

Es werden praktische Tipps, Rituale und Alltagsregeln vorgestellt, die sich im Alltagsleben bewähren. Durch diese Rituale und Regeln können die Kinder eine Sicherheit in ihrem Leben erlangen und dadurch die Ruhe für den Beziehungsaufbau bekommen. Es gibt Ratschläge für das Spielen, gemeinsame Naturerlebnisse, gemeinsames Kochen und das Ritual des Essens.

 

Wie kann ich mein Kind ruhig wecken, wenn es immer nicht aufstehen will?   Wie bekomme ich es ruhig aus dem Haus, auf den Schulweg oder zum Kindergarten?       Was mache ich, wenn mein Kind geschafft, wütend oder mit Selbstzweifel nach Hause kommt?  

 

                                                                                                                                             

 

Wie gestalte ich den Nachmittag um Unruhe, Streit und Aggression zu vermeiden?   Bekomme ich ein gutes gemeinsames Abendessen hin?                                                      Wie bekomme ich mein Kind ins Bett und wann schläft es?

 

Welche Regeln müssen unbedingt eingehalten werden, um den Tag in Ruhe zu gestalten und wo liegt mein Schwerpunkt im Alltag.

 

Wie gestalte ich die Phasen des Tages und wie erkenne ich, was tut meinem Pflegekind gut und was kann es nicht annehmen. Auf welche Grundlagen kann ich aufbauen.

 

 

 

Die Gestaltung dieser Rituale und die Umsetzung von Regeln ist das Hauptthema dieser Familienbildung. Natürlich werden wir auch auf Fragen und Erlebnisberichte eingehen.

 

 

 

Diese Veranstaltung wird eine Folgeveranstaltung des Jahres 2017 sein. Da noch viele Fragen offen blieben und die Teilnehmer sich einen Aufbau auf die Familienbildung

 

gewünscht haben, sind wir dieser Bitte nachgekommen und haben diese Veranstaltung mit neuen Gesichtspunkten erweitert.

 

 

 

 

 

Es wird auch Fachliteratur und Bücher zu diesem Thema vorgestellt.

 

 

 

 

 

Zielgruppe: 

Pflege- und Adoptivfamilien,  unmittelbare Angehörige der Pflege- und Adoptionsfamilien, alle am Thema Interessierte

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

9. Familienbildung 22.09.2018, Meiningen 10.00 – 16.00 Uhr

 

 

 

Thema: Frühe seelische Verletzungen – Traumatisierung“

 

 

 

Veranstaltungsort: Maxx In, Kinder- und Familienzentrum

 

 

 

Referent: S. Koppe, Bildungsberatung, Bildungsforschung (angefragt)

 

 

 

 

 

Inhalt:

 

 

Häufig haben überwältigende Erlebnisse wie Gewalt von vertrauten Personen, sexuelle Übergriffe oder Hungererfahrungen im Kindesalter Folgen für das ganze Leben: Betroffene erkranken leichter an psychischen Störungen, besonders an der sogenannten Posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS). Menschen, die unter dieser Störung leiden, werden oft auch als traumatisiert bezeichnet. Die PTBS kann sich auf verschiedene Weise zeigen und zu Einschränkungen in vielen Lebensbereichen führen. So zeigen traumatisierte Jugendliche zum Beispiel Symptome wie ungewollt wiederkehrende belastende Erinnerungen, Ängste, Schlafstörungen oder Reizbarkeit. Häufig werden Dinge vermieden, die an das belastende Ereignis erinnern. Das alles kann zu einer deutlichen Beeinträchtigung im Alltag führen

 

 

 

Oft führt es zur seelischen Behinderung, die aber in der Diagnostik nicht so greifbar ist.

 

Gegenüber anderen Behinderungsarten sind seelische Behinderungen schwerer zu definieren. Sie betreffen nicht messbare Dimensionen wie Fühlen, Handeln, Wahrnehmung oder Orientierung. Es handelt sich um subjektive Phänomene, für die es keine genau definierte Norm gibt.

 

Deshalb orientieren sich die Diagnosen im klinischen Bereich vielfach an der Beschreibung des Zustandes und des Verlaufs der Erkrankung.

 

 

 

Ein großer Teil der Pflege- und Adoptivkinder hat vielfach sich wiederholende Erfahrungen der Vernachlässigung, Misshandlung und des Missbrauchs durch Bezugspersonen machen müssen, die eigentlich Schutz, Versorgung und Stabilität gewähren sollten.

 

Diese Familienbildung soll die Sensibilisierung der Vernachlässigung und der Gewalt wieder ins Gedächtnis rufen.

 

 

 

 

 

Vernachlässigung – dieses Wort hört und liest man in vielen Berichten der Medien.

 

Vernachlässigung – ein Wort mit bildlichem Inhalt beim Lesen?

 

Vernachlässigung – naja, es hat eben mal nicht die Aufmerksamkeit bekommen, wie es sein sollte!!??

 

 

 

 

 

Gewalt – ein tägliches Wort in den Medien!

 

Gewalt – ein Wort mit Inhalten beim Lesen ?

 

Gewalt – ist die Schmerzgrenze nicht ziemlich hoch geschraubt in unserer  Gesellschaft

 

 

 

Bei den Betroffenen reißen aber genau diese Vernachlässigungen und diese Gewalterfahrung tiefe seelische Wunden und hinterlassen Spuren, insbesondere, im sich entwickelnden Gehirn, die zu anhaltenden oder immer wiederkehrenden Verhaltensbesonderheiten, wechselnden sozialen und auch geistigen Fähigkeiten und insbesondere erheblichen emotionalen Beeinträchtigungen auch lebenslang führen können.

 

 

 

Die von außen häufig nicht erkennbare Störung bedeutet für die Betroffenen und auch ihre Bezugspersonen immer wieder einen schwierigen, nicht selten schwierig zu bewältigenden Alltag.

 

Die Familienbildung soll die Sinne schärfen, um zu erkennen, dass es zu immer wiederkehrenden und für die Kinder wichtigen Ritualen kommen muss, die Einhalten fester Regeln in den Alltag aufgenommen werden müssen und Toleranz im Familienverband keine Niederlage der Erziehung bedeutet.

 

 

 

Das Wissen um typische Symptome erleichtert die Einordnung von Alltagsproblemen, hilft Erwartungen an Kind und Bezugspersonen realistisch einzuschätzen und Wege im für den Alltag zu finden.  

 

 

 

Diese Familienfortbildung soll den betroffenen Pflege- und Adoptivfamilien praktische Hilfsangebote aufzeigen und durch den Austausch der Erfahrungen Mut zum Weitermachen geben. 

 

 

 

Es werden Therapiemöglichkeiten besprochen.

 

 

 

Die neusten Ergebnisse der Trauma - Forschungen sollen vorgestellt werden und durch Auslegen von Fachliteratur vertieft werden.

 

 

 

Die Teilnehmer werden Gelegenheit zur Fragestellung haben und durch rege Diskussion nach Lösungen bzw. Ansatzpunkte für Lösungen suchen. 

 

 

 

 

Zielgruppe: 

Pflege- und Adoptivfamilien,  unmittelbare Angehörige der Pflege- und Adoptionsfamilien, alle am Thema Interessierte

 

 

 

 

 

 

 

10. Familienbildung 09.11.2018, Sömmerda 9.00 – 14.00 Uhr

 

 

 

Thema: „Sehnsucht nach Geborgenheit – ein harter Kampf bis zum Gelingen“

 

 

 

       Danach: sonderpäd. Sprechstunde 14.30  – 16.00 Uhr

 

 

 

Veranstaltungsort:

 

 

 

Referent:  Prof. Dr. Huber, selbst Pflege- und Adoptivvater, Pflegeelternschule  Baden – Württemberg, Fachreferent des LV

 

 

 

 

 

Inhalt:

 

Viele Krisen, manches Verhalten der Adoptiv- und Pflegekinder stellen eine große Herausforderung für uns Eltern und Betreuer dar – lassen sie sich doch so oft gar nicht verstehen. Vor allem: was ist von all dem, was wir aushalten, normal?

 

Was ist entwicklungsbedingte Krise – Trotz, Vorpubertät, Pubertät - und was sollten wir verstehen lernen mit dem Hintergrund von Traumatisierung, Vernachlässigung und Gewalt?

 

Wenn Pflegekinder lügen und stehlen, sich gegen Nähe wehren sind dies oft Zeichen ihrer inneren Haltlosigkeit und damit ein Hinweis auf ihre tiefe Not. In der aktuellen Situation, ist oft schwer für die Pflegeeltern, dies zu verstehen, sind doch die Kinder oft sehr hartnäckig im Ableugnen einer offensichtlichen Tatsache.

 

Die früh erlebte Mangelsituation schafft ein nahezu grenzloses Bedürfnis, jede günstige Gelegenheit für sich zu nutzen. Das sich langsam entwickelnde Vertrauensverhältnis kann der Macht der Verführung noch über längere Zeit nicht standhalten. Bestrafungen nützen oft wenig. Je mehr es jedoch gelingt, die Kinder in die sichere Geborgenheit zu führen, desto eher können die Kinder auch Regeln befolgen und zur Wahrheit stehen.

 

Das Wachsen einer immer stärker werdenden Eltern-Kind-Bindung, wobei das geduldige Durchhalten der Pflegeeltern entscheidend ist, schafft allmählich ein Vertrauensverhältnis, das Lügen und Stehlen als pädagogisches Problem in den Hintergrund treten lassen. Trotzdem bedarf es eines pädagogisch angemessenen Umganges mit dem Thema.

 

Ebenso verhält es sich mit dem Thema Geld. Geld ist ein Zaubermittel, mit dem man seine Wünsche erfüllen kann, aber für alle Wünsche reicht es nie aus.
Gerade bei unseren Pflege- und Adoptivkindern kann das Taschengeld sich zu einem Suchtmittel entwickeln Es ist daher wichtig, auch schon die Ausgabe des Tageschengeldes in das pädagogische Handeln einzubeziehen. Das planende zielgerichtete Umgehen mit Geld, schon recht früh, ist die Voraussetzung dafür, später im Erwachsenenalter selbstständig leben zu können.
Dazu soll das Seminar Anregungen geben und dem kreativen Austausch dienen. Vor allem soll die Frage geklärt werden, warum Bindung, trotz der Verhaltensweisen der Kinder, gelingt, ab wann man von Bindung spricht und ob „aneinander reiben“ auch eine Form der Bindung ist.

 

Wir wollen an diesem Tag in den Austausch gehen über Schwieriges, das wir erleben, und über Lösungsversuche, die wir schon hinter uns haben, über Tipps – und nicht zuletzt auch darüber, was das alles mit uns selber macht, denn wir halten ja all das aus, wir sollen all dem geschickt begegnen und gewachsen sein.

 

Gelingt uns das immer, dieses geschickte Begegnen?

 

Kann ich mir selber Rituale, Verhaltensweisen oder Sätze antrainieren um mich selber zu schützen, damit Konflikte besser zu ertragen sind oder sich gar nicht erst hochschaukeln.

 

Wohin mit Frust, Enttäuschungen oder Niedergeschlagenheit?

 

In dieser Familienbildung soll aber auch deutlich werden, dass es menschlich ist, Gefühle zu haben, aber auch immer Lösungswege und Ansprechpartner gibt.

 

 

 

 

 

Zielgruppe: 

Pflege- und Adoptivfamilien,  unmittelbare Angehörige der Pflege- und Adoptionsfamilien, alle am Thema Interessierte

 

 

 

 

 

 

 

11. Familienbildung 10.11.2018, Büttstedt 10.00 – 14.00 Uhr

 

 

 

Thema: Der schwierige Weg ins Erwachsenenalter – „GRUSELWORT“ Pubertät? Pubertät- lernen über Versuch und Irrtum

 

 

 

    Danach: Sonderpäd. Sprechstunde 14.30 Uhr – 16.00 Uhr

 

 

 

Veranstaltungsort: Büttstedt, Gemeindezentrum

 

 

 

Referent:  Prof. Dr. Huber, selbst Pflege- und Adoptivvater, Pflegeelternschule  Baden – Württemberg, Fachreferent des LV

 

 

 

 

 

Inhalt:

 

 

Die Eltern sind doof, die Schule nervt, und das Leben ist fürchterlich anstrengend – gemeint ist die Zeit zwischen elf und 18 Jahren, auch Pubertät genannt. Für die Jungs und Mädchen gleicht das Leben dann einer Baustelle: Der Körper verändert sich mit jedem Tag ein bisschen mehr, und auch im Gehirn geht einiges durcheinander. Und als wäre das noch nicht genug, stürzt die erste Liebe die meisten Jugendlichen in ein tiefes Gefühlschaos.

 

 

 

„Normal“ aufgewachsene Kinder haben damit schon große Probleme aber unsere Kinder haben, außer der Bewältigung des Chaos im Kopf, noch die erneute Auseinandersetzung mit der Biographie.  

 

 

 

Die Unterstützung der Pflege- und Adoptiveltern, die immer absolut wichtig ist, ist das Mut machen, das Gespräch über den jeweiligen Scherbenhaufen, über Versagensängste und über das Wiederanfangen. Dranbleiben, ist für uns das wichtigste

 

Kommunikationsmittel in dieser schweren Lebensphase.

 

Die Irrwege, oft wiederholt mit immer gleichem unbefriedigendem Ergebnis, eröffnen schließlich doch einen Ausweg aus dem Labyrinth.

 

 

 

Diese Altersphasen, mit den jeweiligen Problemen zu bewältigen, ist schon eine kräftezehrende Zeit für unsere Kinder aber wenn hier noch seelische und/oder körperliche Beeinträchtigung dazu kommt, ist meistens Hilfe erforderlich.

 

Hilfe für die Kinder/ Jugendlichen aber auch für uns als Pflege- und Adfoptiveltern.

 

 

 

Einige unserer Kinder haben traumatische Dinge erlebt und erfahren, die sie auch immer noch gegenwärtig massiv beeinflussen. So können sie nicht einschlafen, haben Angstzustände oder körperliche Beschwerden. Lernen fürs Leben aber ist dann am effektivsten, wenn es in einem entspannten Zustand stattfinden kann. Doch gerade Entspannung fällt vielen dieser Kinder sehr schwer!

 

 

 

Das Denken muss schrittweise in Gang kommen. Wollen und Tun sollen in Einklang kommen – ein langer, langer Weg – wobei es gilt, den Mut nicht zu verlieren. Dies gilt vor allem für die, die den jungen Menschen begleitenden.

 

Ein verlässlicher Ort, die Pflege-und Adoptivfamilie, ist immer wieder ein Zufluchtsort bei Misserfolgen, Traurigkeit, Überforderung. 

 

 

 

Diese Veranstaltung soll allen Pflege- und Adoptivfamilien Hilfestellung geben. Es soll deutlich machen, dass unsere Kinder wesentlich länger für das Erwachsenwerden brauchen und dass sie keinen Mut verlieren, wenn sich wieder massive Umwege ergeben.

 

 

 

Der Bericht schon erwachsener Pflegekinder soll helfen zu verstehen und die Sinne für diese Umwege zu schärfen, um Abbrüche der Pflegeverhältnisse aber auch schwere Konflikte in der Adoptivfamilie zu vermeiden bzw. einzudämmen.

 

 

 

Die Familienbildung soll darstellen, dass es ein sehr langer und mühevoller Weg werden wird bzw. schon ist aber das sich die Geduld, die Reise in die Vergangenheit und der Zukunftsblick durchaus lohnt und eine enorme Hilfestellung für die Jugendlichen ist. 

 

 

 

Zielgruppe: 

Pflege- und Adoptivfamilien,  unmittelbare Angehörige der Pflege- und Adoptionsfamilien, alle am Thema Interessierte